Kompendium eines Sophisten

Versuch eines Philosophischen Organs
 

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Fadenscheinige Liebeserklärung


Du bist’s, die mich kitschig macht,

in mir einen edlen Ritter sieht,

andre Männer nunmehr flieht

und über meine schlechten Witze lacht.

 

Ich dacht‘, als Schreiberling:

„Kein Liebesding – das vermag doch jeder!“

Doch keine Zeilen für dich?! – das tut sekündlich weher!

Drum jetzt ich dieses Liedlein sing…

 

Die Stoiker, sie verachten mich,

suchen diese doch das Glück von innen!

Ich aber find’s nur bei dir – so sage ich – in deiner Bude drinnen.

Und ich schreie es gern hinaus: Ich liebe dich!

 

Keiner andern Frau will ich mehr Treue schwören,

will den Ring dir auf den Finger drücken

und dich mit edlen Geschenken gar verzücken!

Ich gebe Acht – deinen Rat will ich immer hören.

 

Die ganze Nacht will ich dich hören!

Jawohl – Unsre Kinder werden schön!

Sicher keine Bälger – Bastarde! – überhaupt nicht obszön.

Nur eines wollt‘ ich fragen: Darf ich deine Freundin vorher noch betören?!

26.8.14 22:28

Letzte Einträge: Drei Liebesgedichte, Der Prophet, Prolegomena zu den "Briefen", III. Brief - Ein Angewiderter Brief des bekennenden Soziopathen

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